Februar 22, 2017

Über den Verein

Wie alles begann…

Das Parlamentarische Patenschafts-Programm (PPP) des Deutschen Bundestages und des Kongresses der Vereinigten Staaten von Amerika wurde 1983 ins Leben gerufen. Anlass der Gründung war der 300. Jahrestag der ersten deutschen Einwanderung, am 06. Oktober 1683 landeten erstmals dreizehn deutsche Familien im Hafen von Philadelphia.

Das PPP ist ein einjähriges Jugendaustauschprogramm, das auf Gegenseitigkeit angelegt ist. Junge Deutsche verbringen ein Jahr in den USA, junge Amerikaner ein Jahr in Deutschland. Dabei gab es von Beginn an einen Schüleraustausch, bei dem die Schülerinnen und Schüler in Gastfamilien leben und eine örtliche Oberschule besuchen, sowie einen Austausch junger Berufstätiger, die ein
Praktikum in einem Betrieb absolvieren und eine Berufsschule besuchen. Ein Stipendium ermöglicht diesen einjährigen Auslandsaufenthalt. Paten der PPP-Stipendiaten sind Mitglieder des Deutschen Bundestages bzw. des Amerikanischen Kongresses, diese wählen die Stipendiaten persönlich aus.

Die Vorauswahl geeigneter Kandidaten für ein Stipendium des PPP erfolgt durch gemeinnützige Austauschorganisationen, die auch das Austauschjahr selbst mit den Stipendiaten dann durchführen. Während die  Vorauswahl der jungen Berufstätigen im Rahmen des PPP durch eine einzige Organisation durchgeführt wurde, liegt die Vorauswahl für den Schüleraustausch im Rahmen des PPP bei fünf gemeinnützigen Austauschorganisationen. Diese sind AFS, Experiment, Give, Partnership International und Youth for Understanding.

Aufgrund dieser Auswahlstruktur fiel es den jungen Berufstätigen PPP-Alumni leichter, sich zu einem Verein zusammenzuschließen. In der Folge dieser Vereinsgründung traten die PPP-Alumni der jungen Berufstätigen an die US-Botschaft in Berlin heran und baten um Unterstützung. Die US-Botschaft nahm die Anregung auf und förderte im Verlauf die Vereinsgründung und weitere zahlreiche Projekte.

Nach der erfolgreichen Gründung des PPP-Alumni Vereins für junge Berufstätige entstand bei den zuständigen Mitarbeitern der US-Botschaft die Idee, auch für die PPP-Schülerinnen und Schüler den Anstoß zur Gründung eines PPP-Alumni Vereins zu geben. Die Botschaft kontaktierte die fünf Austauschorganisationen, die sich der Idee eines Alumni-Vereins für die PPP-Stipendiaten gegenüber sehr aufgeschlossen zeigten. Die Austauschorganisationen nominierten daraufhin einige ehemalige PPP-Stipendiaten, die sich zur Vorbereitung der Gründung eines Alumni-Vereins bereit erklärten.

Im November 2011 trafen sich Vertreter der fünf Austauschorganisationen, die nominierten Ehemaligen des PPP und die Alumni-Koordinatorin der US-Botschaft, Frau Daniela Schilling-Muehl in der US-Botschaft in Berlin, um erste Schritte auf dem Weg hin zu einem Alumniverein zu gehen.

Nach einem weiteren Treffen in der US-Botschaft im Februar 2012 und einem Vorbereitungstreffen des Organisationsteams im März 2012 in Kreuzberg stand fest, im Oktober 2012 würde es in Berlin einen sog. Founding Workshop geben. Ziel dieses Workshops: die Gründung eines PPP-Alumni-Vereins.

Die Austauschorganisationen erklärten sich bereit, die vom Organisationsteam verfasste Einladung an interessierte PPP-Stipendiaten weiterzuleiten. Die Spannung im Organisationsteam war hoch: Wie würde die Idee eines Treffens zur Gründung eines Alumnivereins ankommen?

Die Reaktionen fielen recht unterschiedlich aus. Während einige Organisationen von Anmeldungen quasi überschwemmt wurden, konnten andere die für jede Austauschorganisation reservierten Teilnehmerplätze gar nicht füllen.

Dennoch gelang es, 50 interessierte ehemalige Teilnehmer des Parlamentarischen Patenschafts-Programms vom 12.-14. Oktober 2012 nach Berlin einzuladen. Das Organisationsteam hatte ein interessantes Programm zusammengestellt und alles dafür getan, dass am Ende des Founding-Workshops eine Satzung des zu gründenden Alumni-Vereins erarbeitet und ein vorläufiger Vorstand gewählt worden war. Der Founding-Workshop war ein voller Erfolg geworden.

An dieser Stelle gilt unser herzlicher Dank zuallererst der US-Botschaft und deren Alumni-Beauftragten Frau Daniela Schilling-Muehl. Diese haben die Gründung des Alumni-Vereins nicht nur angestoßen, sondern mit großer Unterstützung (auch finanziell durch die Gewährung eines großzügigen Grants) begleitet.

Ein großer Dank gebührt natürlich auch allen Mitgliedern des Organisationsteams, die viel Zeit und Mühe investiert haben, um den Founding-Workshop zu organisieren. Nur durch ihre Arbeit konnte der Alumni-Verein überhaupt entstehen.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei:

David Bartsch, Torsten Berger, Stephanie Böttcher, Laura Duve, Katharina Fricke, Alexander Klein, Leo Kuhrt, Nick Modersitzki, Martin Plohmann, Alena Reininghaus und Moritz Wargalla. 

Besonders hervorzuheben sind hierbei Alena Reininghaus, die für die Kommunikation und Koordination im Vorfeld verantwortlich war, Nick Modersitzki, der einen Satzungsvorschlag als Diskussionsgrundlage für den Workshop erarbeitete, und Moritz Wargalla, der am Wochenende des Founding Workshop alle Fäden in der Hand hielt.

Nicht zuletzt geht ein Dank an Tom Kurz von der Austauschorganisation Experiment, der den Grant der US-Botschaft für uns verwaltet hat.